mein Lebenslauf

…mit Einblicken in die Stationen meines Lebens,
mit Episoden und Bekenntnissen…

Thias

1958

Es war Pfingstsonntag. Wir wohnten in Bad Blankenburg und wollten wie gewohnt nach Ilmenau zum Gottesdienst fahren. Aber ich hatte etwas dagegen. Und ich setzte meinen Willen durch und meine Familie war nicht einmal erbost deswegen. Wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe, dann setze ich das auch meistens um. Das möglichst schnell. Geduld ist nicht meine Stärke. Ich gab meinen Eltern eine halbe Stunde, mein Vater gab Gas mit seinem P70 und 22 PS … und dann war ich da auf dieser Welt.

1958-1965 Kindheit in Bad Blankenburg

Wohlbehütet wuchs ich in der Kleinstadt Bad Blankenburg auf.

1965-1975 Schulzeit

Als ich 8 Jahre alt war, sind wir nach Ilmenau gezogen. Mein Vater hat eine Arbeitsstelle an der TH bekommen.
10 Jahre sozialistische Schulbildung, wie wird man davon geprägt? Wie froh bin ich, dass es heute alternative Schulkonzepte gibt, die den Selbstwert der Kinder fördern.

1975-1978 Berufsausbildung und Abitur Simson Suhl

… dort wo die Simmen gebaut worden…

1978-1980 Wehrdienst als Bausoldat

Ich war ein “Wehrdienstverweigerer”, so stand es in meinen Stasi-Akten. Dabei hatte ich nur den Dienst mit der Waffe abgelehnt. Das war die einzige Möglichkeit dem Knast zu entgehen, denn es gab eine Wehrpflicht und noch keine Zivi´s.
Als Erkennung trugen wir einen kleinen grau lackierten Spaten auf den Schulterstücken. Die Farbe habe ich abgeschliffen und das Messing poliert. Bei so viel Gold auf den Schulterstücken heimste ich mir manche militärische Begrüßung bei den UFZen(Unteroffizieren) ein …

 

1980-1986 Studium

… an der Technischen Hochschule Ilmenau Fachrichtung Gerätetechnik…
Wie es sich für einen guten Studenten gehört, war nicht nur das Studium der Elektrotechnik angesagt, sondern auch ein ganzes Stück Opposition. In der DDR gab es genug Gründe zur Provokation. Im Bild bei einer Demo mit einem eingeschmuggeltem Plakat und einem verbotenem Slogan. Die Stasi hat mich dann allerdings nicht mehr weiter “demonstrieren” lassen. Genau so verboten war der Aufnäher “Schwerter zu Pflugscharen”. Das daraufhin ausgeschnittene Loch in meiner Kutte zeugte aber weiterhin von meiner Gesinnung…

die ``wilden`` Jahre

… das Genießen der uns zur Verfügung stehenden Freiheit.
Tramptouren nach Rumänien und Bulgarien, Leben in der Post-Hippie-Zeit.
Wir waren eine coole Truppe, lebten leidenschaftlich unsere Ideale und unsere Weltanschauung, die mit der Staatsideologie nicht gerade konform war…

1984 Ein erster Versuch

… einer Partnerschaft

1986-1990 an der TUI als Entwicklungsingenieur

Ich bekam einen Traumjob an der TH . Das war eine Industrieforschungsstelle mit Lehranbindung. Studenten durfte ich nun auch betreuen und in Praktika ärgern. Für die Industrie haben wir Automatisierungstechnik entwickelt.

1989 Die Wende

…und ich war dabei, bei der friedlichen Revolution, mit Kerzen. Gerade im Rückblick ein unglaubliches Wunder.
Nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich sollte es einen gewaltigen Umbruch geben…

1990 Firmengründung

HENKEL + ROTH GmbH. Am 10. November 1989, gerade einen Tag nach dem Mauerfall, sahen wir nicht nur eine politische, sondern auch wirtschaftliche Wende auf uns zu kommen. Udo Henkel und ich beschlossen ein eigenes Unternehmen zu gründen. Nur vier Monate später, am 12. März 1990, wurde die Firma gegründet und als erste GmbH nach der Wende in das Ilmenauer Firmenregister eingetragen. Seitdem ist das Unternehmen erfolgreich am Markt und unbeeindruckt vom ständigen Auf und Ab der Märkte solide und kontinuierlich gewachsen…

1994 Familiengründung

Hochzeit
 …im August 1994 mit Jane und seit dem…

 

Mein Leben bekam nun den Schwerpunkt Familie.

1996 Geburt Tocher
  …
1998 Geburt Sohn
Familienleben

1997-2006 Bandgeschichten

Viele Jahre tourte ich als Tontechniker mit verschiedenen Bands…Bereits zu DDR-Zeiten hat es angefangen mit WEGZEICHEN. Dann gab es Living Waters und später Soul Food Café. Daraus gingen dann Duo Amellus und faBRI hervor…

EFG Güldene Pforte

In dieser Freikirche bin ich bereits seit meiner Jugend engagiert und wurde dann auch in die Leitung gewählt.

2001 Hausbau

2004-2006 Modellbahnepoche

Modellbau heißt beobachten. Wie sieht die Realität wirklich aus, wie ist ein Baum strukturiert, welche Farben sind in einer natürlichen Patina enthalten…
Bau einer Modellbahnanlage in HO der Reichsbahn Epoche IV. Hier kann man mehr darüber erfahren.

2007 Teichbau

Wenn man von der Natur begeistert ist, wenn man über die Vielfältigkeit der Schöpfung staunen kann, dann ist es eine große Erfüllung, wenn man selber etwas gestalten kann, kreativ sein kann…
Der Bau meines Schwimmteiches im Teichbautagebuch.

2009 Kita-Gründung


März 2009
Wir stellen uns in der EFG Güldene Pforte schon seit einiger Zeit die Frage, wie wir in Ilmenau eine größere gesellschaftliche Relevanz bekommen können. Die Stadt bietet das Nachbargrundstück “Burggasse 13” zum Kauf an.
30.06.2009
Die Stadt befürwortet den Antrag trotz zunächst kritischer Sicht und nimmt 25 zusätzliche Plätze in den Bedarfsplan auf.
2010-Mai 22011
Ausbau des Hauses, eigentlich war es mehr ein Abriss und wegen Denkmalschutz identischer Neubau.
01.05.2011
Eröffnung der Kindertagesstätte mit 30 und später 38 Kindern. Lange Wartelisten zeugen von einer guten Akzeptanz in Ilmenau.

2011 HiFi Epoche

Auch wenn die HiFi-Technik mich schon lange beschäftigt, hier ist der Höhepunkt der Basteleien erreicht. Musik ist für mich mehr als Unterhaltung, mit Musik wird die Seele berührt… 

2013 Zwischen Vision und Burnout

2015 25 Jahre HENKEL + ROTH

Unter diesem Motto erschienen am 17. März 2015 ca. 180 Gäste am Firmensitz von HENKEL + ROTH, um den 25. Geburtstag des Unternehmens feierlich zu begehen.

2015 Unternehmer des Jahres

Im Oktober 2015 wurde ich im Ilmkreis zum Unternehmer des Jahres nominiert. Neben dem Engagement als Geschäftsführer wurde das ehrenamtliche und soziale Engagement gewürdigt.

Besondere Beachtung fanden auch die Werte in unserem

. . .

Episoden aus meinem Leben

Kindergeschichten

Schule

Bausoldat

Studium

Die wilden Jahre

Ein erster Versuch

Firma

Bandgeschichten

Familie

EFG Güldene Pforte

Burgspatzen

Zwischen Vision und Burnout

Die letzte Seite

6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

…vielen Dank für Kommentare 😉

Daniela Gruß
10. Juni 2015 17:30

Lieber Matthias,
über die hervorragenden Seiten der Gemeinde bin ich auf Deine Website gestossen. Ich finde es einerseits sehr mutig, wie offen Du Dein Leben und viele persönliche Dinge im Netz der Allgemeinheit zugänglich machst und ich weiß nicht, ob ich auch so mutig wäre. Gleichzeitig haben mich die Seiten sehr berührt, da ich ja ebenfalls ein DDR- und Gemeindekind bin und Dich und Deine Familie schon von meiner Kindheit an kenne. Leider ist der Kontakt heute sehr wenig geworden und viele der “neueren” Dinge aus Deinem Leben habe ich erst durch diese Website erfahren. Wirklich bemerkenswert, wie offen, ehrlich und kreativ diese Seite ist. Vielleicht lässt sich der Kontakt ja wieder etwas intensivieren. Mach weiter so, auch wenn die letzte Seite schon geschrieben ist, ist bis dahin bestimmt noch viel zu berichten. LG Daniela

    Hallo Daniela, vielen Dank für den lieben Kommentar… Ein sehr weiser Mensch hat mir mal gesagt: Spätestens ab 55 sollte man seine Geschichten weiter erzählen, damit die nachfolgende Generation die Chance hat zu lernen wie man es (nicht) machen soll… Ich denke das ist auch so ein Tabuthema in unserer Gesellschaft, aber Erfahrungen und auch Fehler sind dazu da, dass man daraus lernen kann und reifer wird.

[…] Das Wissen, in Gott geborgen zu sein ist alles, was ein Mensch braucht. Wer soll mir etwas anhaben (Demütigungen, Misserfolge, Versagen, wirtschaftliche Probleme, Krankheit, Verlust eines geliebten Menschen …), meinen Glauben und das tiefe Vertrauen zu Gott kann mir niemand nehmen. Ein weiser Mensch hat mal gesagt: Über 55 soll man seine Lebensgeschichten an die junge Generation weitergeben. Ich habe ein Experiment gewagt und auf meiner Homepage sehr verletzlich und ehrlich Stories aus meinem Leben dargestellt. […]

Hallo Matthias,
ich bin über die Kastenwagen-Homepage hier gelandet und wollte eigentlich nur etwas mehr über deinen Pössl erfahren. Dann war ich jedoch ziemlich überrascht. Die Seiten sind nicht nur genial designed, vor allem die Inhalte sind spannend, mutig und berührend.
Danke. (Übrigens mein erster Kommentar im Netz überhaupt…)
Viele Grüße B.
Bernd

    … vielen Dank und viel Spaß beim Stöbern…
    Vielleicht kannst du dich für ein Urlaubsland begeistern.

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