… bringt uns an die schönen und abgelegenen Plätze dieser Welt
mit einem nach eigenen Bedürfnissen gestalteten Eigenheim.
Da wo nicht jeder hinkommt, da wo es noch Einsamkeit gibt… da wo es einfach nur schön ist.
Ich liebe es mit der Natur allein zu sein, zu sehen und erfühlen was mich umgibt, zu staunen über die Vielfältigkeit der Schöpfung.
Um dort hin zu kommen muss man oft die asphaltierten Rennpisten verlassen und sich auf kleine verlassene Sträßchen und Feldwege einlassen.
Selbstausbau Sprinter 4×4 RoomTour
Das Selbstausbau-Video Teil 1 – Offroad-Wohnmobil für Abenteuer & Freiheit – Technik & Tipps
Erlebe den individuellen Selbstausbau eines Mercedes Sprinter 4×4 – Offroad-tauglich, autark und perfekt für Abenteuer in der Natur, in einer genialen Schöpfung! In dieser Roomtour zeige ich dir unser Wohnmobil mit Allrad, Solaranlage, Dachterrasse, innovativem Bad und cleverem Stauraum. Erfahre alles über den Ausbau, Technik, Dämmung, Möbelbau und unsere Erfahrungen auf Reisen. Ideal für Camper, Vanlife-Fans und alle, die einen Sprinter selbst ausbauen möchten!
Wir wollen euch unseren Sprinter 4×4 in einer Room Tour vorstellen… Wir sind gerade irgendwo mitten in den Karpaten und für heute genug offrad gefahren. Und deswegen nehmen wir uns dafür jetzt die Zeit. Wir lieben es die einsame Natur zu genießen. Einsame Stellplätze, Fernab von jeder Zivilisation, die Abendstille mit Sonnenuntergang, ein Glas Wein am Lagerfeuer… Dafür brauchen wir ein passendes Wohnmobil. Leider gab es das nicht von der Stange, wir hatten spezielle Anforderungen: Es sollte Offroadtauglich sein, wir wollten damit an Stellen kommen, an die sich nur wenige trauen, 4×4 war also Pflicht, es sollte genügend Platz für 2 Personen, aber auch klein und wendig sein. Ein offener Grundriss und Blick nach allen Seiten war Voraussetzung und natürlich moderne Technik, autark mit ausreichend Energie.
Wir sind schon seit Ewigkeiten Camper, aber so ein Wohnmobil gab es einfach nicht. Also begann der Start in den Ruhestand mit einem halben Jahr intensiven Selbstausbau.
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Matthias Roth alias Thias
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Bevor man mit dem Ausbau beginnt, bevor man loslegt, sollte man sich ein paar grundlegende Gedanken machen. Ich erzähle das aus meiner Perspektive – jeder muss das aus seiner sehen.
Warum Selbstausbau?
Wir sind viele Jahre Kastenwagen gefahren, mit Ausbauten von Westfalia und Pössl, und wir haben auf Messen hunderte Fahrzeuge gesehen. Aber irgendwie sind sie alle ähnlich. Große Betten, die tagsüber ungenutzt sind, Bäder in der Mitte, die den Raum teilen, und wenig Platz zum Leben.
Ich wollte das Gegenteil: Freien Raum. Blick nach allen vier Seiten. Das ist für uns als Freisteher wichtig.
Was war mein Ziel?
Ich wollte ins einfache Offroad‑Gelände, freie Stellplätze erreichen, mitten in der Natur übernachten und trotzdem flexibel und wendig bleiben.
Deshalb fiel die Wahl auf den Sprinter 4×4, 6 Meter, 3,5 Tonnen. Nicht wegen des Führerscheins – sondern wegen der Geschwindigkeitsbegrenzungen und vielen Fahrverbote über 3,5 Tonnen. Gerade auf den Wegen, die ich fahren möchte, ist das entscheidend.
Was braucht man für einen Selbstausbau?
Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis: Ich habe zwar mein Berufsleben am Schreibtisch verbracht, aber in meinen Hobbys immer praktisch gearbeitet. Neugier hilft – und der Mut, Neues auszuprobieren.
Zeit: Mit Beginn meines Ruhestands hatte ich sie. Planung, Konstruktion, Materialsuche, Bestellung und der komplette Ausbau haben über ein halbes Jahr gedauert – sechs Tage die Woche, oft mehr als acht Stunden am Tag.
Geld: Ja, da bracht man auch einiges. Da ist zunächst der Preis des Kastenwagens. Alles Material für Einbauten, Geräte und Zubehör, alles was man zum Camping braucht… lag bei etwas über 30T€ bei gehobenen Ausstattungsgrad.
Werkzeug und Werkstatt: Man braucht erstaunlich wenig: Handwerkzeug, Akkuschrauber, Schlüsselsätze. Als Maschinen waren für mich wichtig: Makita‑Tauchsäge mit Schiene, Kappsäge, Stichsäge, Lamello‑Fräse, Oberfräse. Gebaut habe ich alles im Carport – im Winter mit dicker Jacke.
Technische Details
Ausbaupläne
Das Selbstausbau-Video Teil 2 – Technik Überblick
Viele von euch wollten wissen, wie wir unseren Sprinter 4×4 ausgebaut haben. In diesem Video zeige ich den technischen Überblick – von der ersten Idee bis zum fertigen Reisefahrzeug. Das ist Teil 2 meiner Selbstausbau‑Serie.
Die Pläne
Leider bekommt man vom Sprinter keine CAD-Daten. Das sind die genausten Daten, die man bekommen kann. Das reicht für eine Grobplanung, aber nicht für die genaue Planung der Möbel.
Deshalb musste die Planung analog erfolgen mit Maßband, Bleistift und Millimeterpapier.
Es sind also nur einfache Handskizzen, gearbeitet wird live und vor Ort alle Zuschnitte angepasst. Das Prinzip kann man aber erkennen:
- Grundriss mit der genauen Aufteilung des Platzes. Das war wichtig für die Planung der Freiräume, der Bettgröße und dem Platz für das Bad.
- Auf der Seitenansicht kann man die Höhenabstufung erkennen. Die Stehhöhe in der Küche ist wichtig zu beachten. Im Wohn- und Schlafbereich kann man nicht mehr stehen, dort kommt man mit einer Stufe hoch. Die Fenster und die ausreichende Kopffreiheit sowie die Arbeitsplattenhöhe der Küche bestimmen die Höhe.
- In der Heckansicht kann man gut erkennen, dass der Sprinter oben deutlich enger wird. Das ist für die Planung der Oberschränke wichtig.
- Eine Detailansicht der Badtür. Hier kann man sich etwas genauer hineindenken, wie die Schranktür funktioniert.
Beim Ausbau ist darauf zu achten, dass alle Gewerke zeitlich ineinander greifen. Das bedeutet, dass schon bei den Dämmarbeiten die Möbelplanung erfolgen muss und Elekto und Sanitär auch schon begonnen werden müssen. nachfolgend werden die Gewerke aber einzeln betrachtet.
Das Selbstausbau-Video Teil 3 – Rohbau & Dämmung erklärt
In Teil 3 unseres Sprinter‑4×4‑Selbstausbaus zeige ich euch den kompletten Rohbau und die Dämmung – von der ersten Idee bis zu den fertigen Grundlagen für unser Reisefahrzeug. Viele von euch wollten wissen, wie wir geplant, gemessen, geschnitten und gedämmt haben. In diesem Video gehe ich Schritt für Schritt durch alle Entscheidungen, Materialien und technischen Hintergründe.
Ausbau Karosserie
Die erste Handlung ist den Sprinter auszumessen. Es gibt keine parallelen oder gerade Flächen gibt. Über die grobe Raumplanung soll man sich dabei schon im Klaren sein. Klassischer Ausbau oder doch andere Vorstellungen? Es lohnt sich viele Roomtouren von Messen anzuschauen.
Trotzdem ist es notwendig, dass alle Teile genau eingepasst werden müssen. Erst wenn man alle Maße aufgenommen und eine Skizze angefertigt hat, kann die konkrete Planung und Konstruktion beginnen. Mit Klebestreifen an den Wänden kann man sich schon mal Orientierung verschaffen.
Das ist nicht nur für die Möbel notwendig, sondern auch für andere Bauteile, wie hier z.B. die Sitzkonsolen. Hier soll eine möglichst große Batterie rein, das ist eine Millimeterfrage. Aber auch hier zu beachten: Es gibt keine rechten Winkel. Es muss wirklich alles ausprobiert werden, ob es auch passt.
Der nächste Schritt sind die Fenster. Das muss wohl überlegt sein. Von außen soll es gutaussehen, zentriert und geradlinig, von innen muss es funktional sein, die Höhen der Arbeitsflächen und Sitz- und Liegeflächen müssen passen.
Es ist brutal in einem neuen Auto die Stichsäge anzusetzen… Wichtig ist alle Bleche gut zu entgraten und mit Rostschutz zu versiegeln. Die Außenbleche vom Sprinter sind übrigens verzinkt.
Eingebaut werden Fenster von Belluna. Obwohl der Sprinter keine geraden Flächen hat, kann man den notwendigen Holzrahmen mit Sikaflex oder K-Flex ankleben. Schraubzwingen helfen die Bleche entsprechend plan zu ziehen.
Preislich sind die Fenster sehr gut, große Auswahl und die Qualität ist auch ok. Nur das Schiebefenster nicht, das war nicht dicht und ich habe es gegen ein normales getauscht.
Mit der Schiebetür muss man dann aufpassen. Der Einbau ist aber einfach und geht nach Anleitung recht gut. Ich habe Kunststoff-Fenster eingebaut, wer aber viel im „Gebüsch“ unterwegs ist, dem würde ich Glas empfehlen. Es gibt schon eineige „Kampfspuren“.
Im Bad gibt es auch eine Öffnung für einen Lüfter, der reicht aus, ein Fenster muss nicht sein. Wichtig ist aber auch, dass man den Lüfter verschließen kann. Geschaltet wird er an den Schalterleisten.
Die Dieselheizung braucht auch Zu- und Abluft. Ebenso der Frischwassereinlass. Das sind dann weitere Öffnungen an der Seite. Wichtig ist eine gute Abdichtung.
Auch im Fußboden sind etliche Löcher notwendig, Etwas exotisch der Duschablauf direkt in den Abwassertank. Da die Dusche fußbodeneben sein sollte, ist der Siphon direkt im Bodenblech integriert. Auch hier ist auf die Abdichtung viel Wert zu legen.
Dann geht es an die Dämmung. ich habe selbstklebendes 19 und 6mm K-Flex ST und Dämmstreifen verwendet. Das Außenblech sollte möglichst überall gedämmt sein, um Kondensat zu vermeiden. Unten sind im Blech Kondensatabläufe werksseitig vorgesehen. Diese dürfen nicht zugeklebt werden.
An den Holmen geht eine dicke Dämmung nicht überall, deswegen wurden diese nur dünner gedämmt. Dach und die Außenbleche habe ich mit 2x 19mm gedämmt. Die Dämmstreifen verschließen die Lücken.
An der Decke sind Leisten parallel neben den Holmen angeklebt (diese nur mit 6 mm gedämmt), um möglichst hohe Kopffreiheit zu erreichen, der Sprinter ist innen nicht so sehr hoch.
Auf diese Leisten ist ein Filzstoff geklebt und dann darunter die abgehängte Decke aus 6 mm dicken mit Asteiche furnierten Streifen von dem Spezial-Sperrholz (Queenply). Auch hier ist Gewichtseinsparung wichtig.
Es ist übrigens alles geklebt mit Sikaflex oder gleichwertigen elastischen Kleber, das hält bombenfest, auch die Möbel. Die Hängeschränke sind zur Sicherheit noch verschraubt. Bei der Dämmung darf man die Elektronstallation parallel nicht vergessen.
Hier sieht man nochmal, wie die Fenster an den Holzrahmen geschraubt sind. Darauf kommt noch der Innenrahmen mit Fliegengitter und Verdunklung. Die zweite Lage K-Flex kommt auch noch drauf, das ist dann bündig mit dem Rahmen.
Zum Fußboden. zunächst werden Holzleisten auf den Boden geklebt, anschließend dazwischen isoliert mit 19 mm ST-Flex. die Leisten sind relativ eng verlegt, da wegen der Raumhöhe nur eine 15 mm Queenply-Patte, die auch noch eine Dämmwirkung hat, darauf kommt und diese sich nicht durchbiegen soll.
Vor der Montage der Bodenplatte muss auch noch die Elektrik verlegt werden. Zur Gewichtseinsparung ist die Bodenplatte auch unter den Schränken ausgespart. Die Leisten bekommen auch Dämmstreifen aufgeklebt, um knarzen zu vermeiden. Als Finish werden PVC-Fußbodenfliesen aufgeklebt.
Ausbau Karosserie
START
Das Selbstausbau-Video Teil 4 – Reifen, Räder und Gewicht
In diesem Teil meines Sprinter‑4×4‑Selbstausbaus geht es um Räder, Reifen und das Gesamtgewicht – drei Punkte, die über Fahrverhalten, Offroad‑Tauglichkeit und die 3,5‑t‑Grenze entscheiden.
Ich zeige, warum ich mich für AT‑Reifen entschieden habe, welche Felgen ich fahre, wie sich Luftdruck und Profil im Gelände auswirken und wie ich das Gewicht im Sprinter verteilt habe.
Dazu gibt’s reale Offroad‑Szenen aus den Westalpen und eine animierte Übersicht aller Massen im Fahrzeug.
Wenn du wissen willst, wie man einen Sprinter 4×4 sinnvoll bereift, ausstattet und unter 3,5 t hält, bist du hier richtig.
Die Grafiken der Reifen sind von Pistenkuh übernommen. Dort kann man die in der Praxis erprobte Theorie nachlesen. Auch wenn es von prominenten Seiten verbreitet wird, ein Ganzjahresreifen ersetzt keinen Offroadreifen im Gelände wegen der Stabilität und Gummimischung.
In nebenstehender Excel-Tabelle (Link, herunterladen), kann man das Gewicht seines Kastenwagens berechnen. Die hellgrau hinterlegten Felder können entsprechend Vorlage überschrieben werden. Als Gewicht ist lediglich die Zahl in kg einzugeben.
Die Mittlere Zahlenreihe belastet jeweils nur die Vorder-, bzw. die Hinterachse. Die obere und äußere Zahlenreihe belastet die Vorderachse nur zu 60 und die hintere etwa mit 40% , da die Vorderachse sich vorn unter dem Motor befindet. Bei den unteren Zahlen wird nur die Hinterachse berechnet.
Diese Berechnung ist nur überschlägig und ersetzt nicht die Fahrt zu einer Waage.
Das Selbstausbau-Video Teil 5 – Möbel leicht gebaut
In Teil 5 meiner Sprinter‑4×4‑Ausbauserie zeige ich euch, wie wir die Möbel gebaut haben – leicht, stabil und komplett ohne Werkstatt. Ich erkläre, welche Werkzeuge wirklich wichtig sind, warum ich Queenply verwendet habe und wie Bett, Sitzbereich, Küche, Bad und Stauraum konstruiert sind. Alle Möbel bestehen aus leichten Rahmenkonstruktionen mit Lamellos, Vollauszügen und pflegeleichten Oberflächen. Wenn ihr euren eigenen Kastenwagen ausbauen wollt, findet ihr hier viele praktische Tipps und Lösungen aus der Praxis.
Die Stückliste findet ihr unten auf der Seite.
Bett und Sitzbereich
Hinten beginnt alles mit der Bettfläche. In 92 cm Höhe ist der Sprinter nur 175 cm breit – deshalb haben wir einen Längsschläfer gebaut. Über der Heckgarage liegt ein Lattenrost mit 80×175 cm, Daran schließen sich die beiden Sitzbänke an – jeweils etwa 60 cm breit und 75 cm lang, ebenfalls mit Lattenrost und Matratzenauflage. Am Fußende des Bettes liegen die beiden klappbaren Arbeitsplatten der Küche. Klappt man sie hoch, wird die darunterliegende Matratze freigelegt. In der Stückliste findet man diese Hochklapp-Scharniere mit Dämpfung. Durch Federkraft wird die Klappe oben gehalten. In der Mitte steht ein Schwenktisch, der sich in jede Position drehen lässt. Das Gestell kann man herausziehen, und die Tischplatte dient als Bettverbreiterung. Die Rückenlehnen der Sitzbank bilden dann die Matratze. Der Umbau dauert keine Minute – und ergibt eine Liegefläche von 175×193 cm. Die Matratze ist handelsüblich 2×2 m. Jeder kann sie nach seinen Ansprüchen auswählen und dann entsprechend zuschneiden. Die Bezüge müssen aber selber genäht werden. Der hintere Lattenrost lässt sich mit Spannriemen hochklappen. Damit bekommt man eine schöne Position zu Chillen. Oder notfalls lässt sich damit auch eine Schräglage des Sprinters zum Schlafen ausgleichen.
Küche
Links befindet sich ein tiefes Haushalts-Spülbecken mit Deckel – perfekt, um schmutziges Geschirr während der Fahrt zu verstauen. Hier der Link zum Spülbecken, vorteilhaft ist auch der große Abfluss im Gegensatz zu den schnell verstopfenden Campingspülen. Rechts ist die Arbeitsplatte mit Induktionskochfeld und darunter der Kompressor-Kühlschrank mit 12V, der sich nach vorn öffnen lässt – so kommt man auch von außen durch die Schiebetür gut ran. Aber dazu mehr im später folgenden Elektroteil. Über beiden Arbeitsflächen sind Hängeschränke mit nach oben öffnenden Klappen. Die Scharniere, wie auch bei den Arbeitsplatten, halten die Klappen offen oder schließen gedämpft. Auf der Fahrerseite ist ein Kombigerät aus Mikrowelle und Backofen eingebaut – für frische Brötchen am Morgen.
Bad und Kleiderschrank
Das Bad hat innen 75×73 cm. Darin ist alles Wichtige verbaut – inklusive kleinem Waschbecken. Die Besonderheit ist der integrierte Kleiderschrank: Er hat einen Grundriss wie ein Viertelkreis und ist gleichzeitig die Badtür. Die Kleiderschranktür ist aus der Badtür ausgeschnitten. Geöffnet bietet er 55 cm Breite und Tiefe und volle Raumhöhe. Ein sehr großer Stauraum. Schwenkt man die BadTür auf, hat man Zugang zum Bad, und der Wohnraum ist abgetrennt. Als Scharniere dienen stabile Klavierbänder, die werden mit Amaflex geklebt und geschraubt, die müssen etwas aushalten. Die Clesana-Toilette fährt auf Schwerlastauszügen unter das Spülbecken der Küche. Man kann sie herausziehen und schwenken. Die Außenwand des Bades ist geteilt und folgt der Karosserie. (Auf der Skizze sieht man die geformte Außenkontur des Sprinters.) Dort sind zusätzliche Ablagefächer zwischen den Holmen eingebaut. Über dem Fahrersitz gibt es vom Bad aus eine große Ablage mit Klappe.
Höhen, Stufen und Stauraum
In der Seitenansicht kann man die Höhenabstufung gut erkennen. Vorn in der Küche haben wir eine Stehhöhe von 1,92 m – mehr geht im Sprinter nicht. Die Arbeitsflächen liegen auf 92 cm – das ist auch die Sitz- und Betthöhe. Zur Orientierung: links das Bad, die Hängeschränke und der Tisch. In den Wohnbereich gelangt man über eine 45 cm hohe Stufe im Mittelgang. Darin steckt ein Schubkasten, der nach vorn herausgezogen werden kann – ideal für Schuhe und Wandersachen. Überall im Fahrzeug sind Schubkästen mit Vollauszug verbaut. Jede Tiefe ist individuell angepasst, damit der Platz bis zur Außenwand optimal genutzt wird. Das sieht man am beste in der Heckansicht. Unter den Sitzflächen sitzen weitere Schubkästen Und darunter – auf der Fahrerseite die Diesel-Heizung und Elektrik, auf der Beifahrerseite der Wassertank. Unter den klappbaren Arbeitsplatten gibt es auf jeder Seite drei Schubkästen: oben für Besteck, unten für Flaschen und Getränkepappen. Unter dem Waschbecken ist eine kleine Tür, und davor eine praktische Müllklappe. Alle Schubkästen bestehen aus 12 mm Queenply und sind mit Lamellos verzapft und haben eine 4 mm Bodenplatte. Es kommen Vollauszüge mit Selbsteinzug und Dämpfung zum Einsatz, auch die findet man in der Stückliste. Die Fronten sind beschichtet und mit Push Lock‑Möbelschlössern ausgestattet – die halten auch offroad zuverlässig geschlossen. Mit einem Handgriff wird geöffnet und beim Schließen einfach zugedrückt, unterstützt durch den Selbsteinzug.
Die Elektrik
Die Elektrik ist für manche ein Horror. Zugegeben, das ist nicht ganz einfach, man muss sich hineindenken und viel recherchieren. Ganz wichtig ist eine genaue Dokumentation und ein Schaltplan, sonst blickt man später nicht mehr durch.
- Frequenzumrichter und 640 Ah Batterie mit kompletter Verschaltung und Fahrer und Beifahrersitz. Gemangt durch Ladebooster und BMS. Der SmartShunt kontrolliert die Stromflüsse und diese werden über Victron visualisiert.
- Einbindung in die Fahrzeugelektrik, Winde und PV. PV ermöglicht auch eine wichtige Erhaltungsladung der Starterbatterie.
- Das 12 VDC Bordnetz mit Sicherungen und Verbrauchern. Diese befinden sich unter der linken Sitzbank.
- Weitere Verbraucher und der Router (WLAN) mit Dachantenne.
- Die Victron Steuerzentral Cerbo GX mit Visualisierung, Sensoren, Zuziehhilfe der Schiebetür und die Ventilsteuerung des Abwassertanks, die sich vom Fahrersitz bedienen lässt.
- 230V AC Bordnetz mit Landstromanschluss, den man aber kaum braucht.
- HiFi-Anlage mit Verstärker und Hecklautsprechern und Sub. Es wurden auch alle Sprinter-Lautsprecher getauscht, da der Klang miserabel war.
Wasser und Abwasser
Heizung
Anbauten
Stücklisten
Wichtiger Hinweis:
Hier habe ich meine Stückliste mit direkten Einkauflinks, Preisen und Gewicht veröffentlicht. Das ist nur als Beratung zu verstehen, ich kann nicht gewährleisten, dass alles passt und gut ist, jeder trägt selbst die Verantwortung für sein Projekt.
… und hier kommt ein ganz wichtiges Dokument, die Arbeit von vielen Monaten, die intensive Recherche und Planung:
Einkaufslisten mit Links
Preisberechnung
Gewichtsberechnung
Die Stückliste ist in einzelne Bereiche aufgegliedert:
- Fahrzeug
- Elektrik
- Heizung
- Wasser, Bad
- Möbel
- Ausstattung
- Werkzeuge
Wir liegen mit 2 Personen knapp unter 3,5t – eine Punktlandung. Jeder eingebaute Artikel ist einzeln aufgeführt. Ein Link führt direkt zu dem Shop, bei dem man es am preiswertesten bekommt. Preise und Verfügbarkeit werden sich sicher auch ändern. Dahinter ist die Stückzahl mit dem Preis aufgeführt und das Gewicht des Artikels. So ist eine recht genaue Massenvorberechnung möglich. Die Waage hat nach Fertigstellung auch gezeigt, dass es ganz gut passt.
Mit diesem Hilfsmittel braucht ihr also nur noch zu bestellen und zusammenbauen 😉 Allerdings kann ich keine Gewährleistung für Funktionsfähigkeit oder anderes übernehmen.
Als Dankeschön für meine Unterstützung wünsche ich mir für meinem YouTube-Kanal ein Abo, ein Like und eine Weiterempfehlung. Viel Spaß beim Planen und Bauen.



























































































