Ich bekam einen Traumjob an der Technischen Hochschule. Das war eine Industrieforschungsstelle für Relaistechnik Großbreitenbach mit Lehranbindung. Studenten durfte ich nun auch betreuen und in Praktika ärgern.
Für die Industrie haben wir Automatisierungstechnik entwickelt. Eine meiner Aufgaben war war die Entwicklung eines Portalroboters.

In der DDR war die Materialbeschaffung nicht einfach. Wenn man Material bestellte, musste dies bilanziert werden und da wurde teilweise erst Jahre später umgesetzt, der berüchtigte 5-Jahresplan.
Aber Not machte erfinderisch: Ich fuhr mit einer Aktentasche voller Relais von meinem Stammbetrieb Relaistechnik nach Sömmerda, dem Büromaschinenwerk. Dort wurden Nadeldrucker hergestellt und in denen sind Schrittmotoren, die auch dort gebaut wurden, verbaut. Die Lösung ist ganz simpel: Die Relais in meiner Aktentasche wurden gegen Schrittmotoren eingetauscht.
Letztendlich lötete ich auch noch die Treiber für die Motoren zusammen. Es ist also kein Wunder, dass nichts fertig wurde und die Wende wurde höchste Zeit…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.