In diese Freikirche gehe ich bereits seit meiner Jugendzeit und dort habe ich sehr viel meiner freien Zeit investiert. Beim Bau des Gemeindehauses in den 90igern, in einer coolen Jugendgruppe… Später wurde ich dann als Gemeindeältester in die Leitung gewählt. Ich bin mit großem Engagement dabei, habe Visionen und versuche diese umzusetzen. Warum gerade diese Kirche?
Hier wird Glaube aktuell gelebt. Keine angestaubten Traditionen und weltfremde Dogmen. Glaube wird Realität im Alltag, Gemeinschaft und Freundschaft wird praktiziert.

Seit meiner Jugend wünsche ich mir und bete darum, dass Gott in Ilmenau Erweckung schenkt

Ich hoffte, das 1986 neu gebaute Gemeindehaus wäre der Durchbruch, war es aber nicht. Wir haben so viel gemacht, gebetet, geglaubt, Programme und Strategien, Herzenseinstellung und Vertrauen, neue Wege und Begeisterung. Sicher gab es auch manche Wunder, aber ich erwartete mehr von Gott. Waren es oft nicht nur Früchte unserer eigenen Anstrengung? War es nicht oft nur ein drängeln von uns, dass sich Menschen bekehren?
Ich glaube immer noch daran, dass es den kraftvollen Arm Gottes gibt, dass wir nicht nur das Ergebnis unserer Arbeit sehen … sondern eine Erweckung … Gott selber tut hinzu…
Bald 50 Jahre sind vergangen, ich glaube immer noch, dass es noch kommt, dass wir nicht nur die natürliche sondern die übernatürliche Kraft Gottes erfahren können.

Sanierung des  Gemeindehauses und Neuanfang

Mein ganzes Engagement für die Sanierung und Erweiterung des Gemeindehauses hat nur den einen Grund: Ich möchte eine Stätte vorbereiten, in der Gott wirken kann, in der Menschen sich zu Hause fühlen und Gott kennenlernen können.

Es ist für mich normal, dass ich viel der mir zur Verfügung stehenden Zeit für Gott und die Gemeinde einsetze, dass sich meine Gedanken viel um dieses Thema drehen. Mir hat es auch nie etwas ausgemacht, dass ich mich  oft an der Belastbarkeitsgrenze bewegt habe. Ich habe es echt gern gemacht, habe nicht gestöhnt.
Allerdings gab es auch Probleme, die mich in eine Auszeit schickten: Wir waren uns im Ältestenrat nicht einig, wo wir uns als Gemeinde hin entwickeln wollen, 5 Leute, 5 Richtungen.
Als ich nach meiner Auszeit wieder eingestiegen bin, war mir klar: Entweder jetzt oder nie mehr, ich werde immer älter. Ich stellte meine Gedanken und Visionen zur Gemeindeentwicklung vor, speziell auch zur Gemeindehauserweiterung. Aus den Erfahrungen heraus stellte ich mich auf eine langwierige und schwierige Diskussion ein. Es kam aber anders. Ein Wunder in meinen Augen. Alle sagten: Ja so wollen wir das angehen. Allerdings hatte ich den Hut dafür auf.

Es gab aber durchaus noch heikle Situationen, an denen das Vorhaben fast gescheitert wäre. Wir hatten eine gesicherte Finanzierung nur für die reichliche Hälfte des Vorhabens. Bauen wir erst, wenn die Finanzierung gesichert ist oder gehen wir ein Glaubensrisiko ein, wenn wir wissen, dass es Gottes Plan ist. Zwei waren dafür, zwei dagegen. Nach einer Zeit des Nachdenkens waren wir uns dann einig, wir starten das Glaubensrisiko. Und Gott hat sich zu uns gestellt. Obwohl die Investition fast auf eine Mio gestiegen ist, hatten wir zum Schluss noch ein paar tausend Euro übrig.

Ich konnte mich mit meiner Kreativität in dieser Zeit voll entfalten. Mein inneres Auge sah alles so wie es aussehen sollte, ich musste es nur noch in den PC bringen, ausdrucken und beauftragen…

Zugegeben, mein Führungsstil war in dieser Zeit nicht optimal. Das habe ich aber als Ausnahmezustand ganz bewusst getan Viele Dinge habe ich „selbstherrlich“ entschieden. Mein Ziel war aber die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten. Ich stellte also meistens die fertige Planung und Gestaltung vor und diese wurde abgenickt. Entweder hatte man Vertrauen zu mir oder war froh, dass ich es gemacht habe. Wenn wir alles in großen Gremien beraten hätten würden wir wahrscheinlich jetzt immer noch über den Gelbton diskutieren.

der innerer Bau ist mir noch wichtiger

In dem Jahr 2017 habe ich extrem viel Zeit und auch Geld in die Gemeinde investiert. Aber es schien sich gelohnt zu haben. Es wurde einfach alles gut. Es ist ein großartiges Gefühl zu sehen, wie Visionen Realität werden.
Es war nicht nur der äußere Bau, der mir am Herzen lag, das ist für mich nur Mittel zum Zweck. Der innere Bau liegt mir noch mehr am Herzen.
Mitten im Baugeschehen bekam ich den Impuls, das die Zeit für Diakonate reif ist. Vor ein paar Jahren war ich noch mit diesem Gedanken gescheitert. Aber jetzt schien die Zeit reif zu sein. Ich lief offene Türen ein und nach einem Findungsprozess konnten wir sogar 11 Diakonate besetzen. Es war mir wichtig, dass wir vorbereitet waren auf die kommende Zeit. Irgendwie hatte ich den Eindruck: Gott bereitet uns den Weg.
Wir konnten mit einer Taufe starten und das Gemeindehaus einweihen. Die Vision wird Realität. Alles gut…

Es ist nicht immer einfach

Probleme gehören zum Leben dazu.
Das Leben ist manchmal so wie bei einem Fass:
Es kann gefüllt werden und überströmend sein.
Im Laufe der Zeit entstehen aber viele Leckstellen und Löcher, man wird leer.
Alle Löcher zu flicken wird man aber kaum schaffen.
Um nicht leer und ausgelaugt zu werden muss ich mich ständig neu füllen.

Wenn ich in meinem Leben mit Gott rechne, muss ich auch konsequent sein und mit einem Gegenspieler rechnen. Ich nenne ihn den negativen Spirit. Der hat sich zum Ziel gesetzt die positiven von Gott geprägten Dinge zu zerstören oder zu behindern. Eine eingeschlafene Christenheit ist ihm lieb, wenn sie aber aufwacht, versucht er mit Problemen abzulenken und Knüppel zwischen die Beine eines Aufbruchs zu werfen.

Persönlich habe ich das vielfach erfahren. Als wir als Gemeinde einen Aufbruch spürten, kam erst mal Corona. Allerdings kamen wir durch Streaming und Liveübertragung ganz gut durch. Die nächsten Angriffe waren ganz menschlicher Natur und haben der Gemeinde sehr geschadet. Man musste sich wieder um die eigenen Probleme drehen und die Kraft für einen Aufbruch fehlt…

Für mich ist es nicht leicht zu erfahren und zu erleben nicht mehr gebraucht und gefragt zu sein…

Was waren meine Aufgaben und Gaben?

Bezeichnend für mich ist meine Aufgabe als Tontechniker. Nicht nur wegen dem technischen Verständnis, Begeisterung für Musik und guten Sound, sondern auch weil ich nicht unbedingt vorn im Mittelpunkt stehen möchte, sondern lieber hinten die Fäden in der Hand halte und dafür sorge, dass alles gut läuft. Kreativität ist mein Ding, der Sinn für Gestaltung und Ästhetik schlägt sich nicht nur in der Homepage, Layouts und Flyern nieder, sondern gebündelt auch als Diakon für Medien. Ich habe auch viele Visionen, sehe wo es hingehen kann und versuche andere dafür zu begeistern und mitzuziehen. Deswegen war ich auch lange Zeit Gemeindeältester, wobei die apostolische Begabung mich inspiriert hat. Meine Gedanken habe ich auch versucht in der einen oder anderen Predigt rüberzubringen. Vielleicht noch mehr in der Gestaltung von nextSTEP oder Anleitung der Tiefgänger. Ich habe gemerkt, dass Gott nicht nur begeistert, sondern auch begabt…

…Ausschnitt aus einem Gottesdienst …

Ziele unserer Gemeinde


Gott
BEGEGNEN

Gott liebt jeden Menschen bedingungslos. Unser Wunsch ist, dass möglichst viele Menschen in unserem Umfeld dies in einer echten Begegnung mit Gott erleben und verändert werden. Wir suchen Gott im Alltag, in unseren Kleingruppen und in unseren Gottesdiensten um ihm zu begegnen und uns begeistern zu lassen. Gott redet zu uns durch die Bibel, durch Impulse die sein Geist uns gibt, durch andere Menschen und viele weitere Möglichkeiten. Gebet ist für uns Kommunikation mit Gott, Reden und Hören. Wir erwarten, dass Gott Gebete erhört und wir wollen unser Leben von ihm prägen und in eine gute Richtung führen lassen.


Freundschaft
LEBEN

Wir verstehen uns als Gemeinschaft, in der wir füreinander einstehen und respektvoll miteinander umgehen. Wir wünschen uns echte Freundschaften innerhalb der Gemeinde, aber auch darüber hinaus am Arbeitsplatz, an der UNI, im Sportverein oder mit unseren Nachbarn. Vor allem unsere Freunde, die Gott noch nicht kennen, sind uns wichtig. Wir sind begeistert vom Leben mit Gott und fördern eine positive Lebenseinstellung. Wir genießen das Leben und feiern miteinander in der Gemeinschaft.


Hilfe
SCHENKEN

Die Nöte der Menschen um uns herum bewegen uns. Wir bieten praktische Hilfe und Unterstützung im Rahmen unserer Möglichkeiten an. Wir bieten Hilfe an um das Leben unter die Füße zu bekommen. Zuhören, verstehen, beraten und Gespräche helfen bei der Bewältigung der Lebensaufgaben. Wir wollen stark machen für das Leben. Wir bieten Hilfe an beim Entdecken der eigenen Begabungen und Möglichkeiten. Im geschützten Rahmen der Gemeinde kann man sich ausprobieren.Durch Mentoring geben wir das, was wir gelernt haben gern an andere weiter.


zu Hause
SEIN

Dem Leben ein zuHAUSE geben. Jeder Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach Heimat. Viele Menschen sind immer unterwegs, rastlos und getrieben. Wir bieten jedem in unserer Kirche ein zu Hause an. Angekommen sein. Wir leben Gastfreundschaft gegenüber jedem, ob er zum ersten Mal kommt oder schon immer da ist. Wir schaffen eine Atmosphäre in der sich jeder angenommen und wohl fühlen kann. Wir wollen Kirche neu erleben, in Ilmenau.